Zum Ewigen Frieden - Ein Abgesang

Szenisches Requiem von Nélida Béjar (Komposition) und Björn Potulski (Szenographie)

Spieldauer 70 Minuten, keine Pause. Uraufführung am 18.06.2010, Black Box im Gasteig

Allein in Deutschland leben heute mehr als zehn Millionen Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges, die ihre unbeschwerte Kindheit und Jugend zwischen 1939 und 45 verloren haben. Sie haben die Zerstörung der Städte erlebt, schrankenlose Gewalt, die Abwesenheit des Vaters, Flucht und Vertreibung. 

„Zum Ewigen Frieden – Ein Abgesang“ ist zeitgenössisches Musiktheater, das die Erlebnisse deutscher, italienischer und polnischer „Kriegskinder“ in lebende Bilder und Neue Musik übersetzt. Auf der Bühne stehen die Zeitzeugen selber: Als (tragischer) Chor geben sie mit ihren Bewegungsbildern den Erfahrungen von Gewalt und  Verlust, von Gefährdung und der Sehnsucht nach Geborgenheit eine ebenso abstrakte wie berührende Form. Sie sind heute im Alter zwischen 70 und 87. Ihre Erzählungen haben den Stoff für dieses außergewöhnliche Musiktheaterprojekt geliefert. Den Zeitzeugen gegenüber agiert, als deren Spiegel, eine Gruppe von zwölf Münchner Kindern, die heute etwa so alt sind, wie die Zeitzeugen damals waren.

Musikalische Besetzung: Klarinette, Fagott, Geige, Bratsche, Violoncello und E-Bass, mit Live-Elektronik. Die Bühne selbst wird zum Musikinstrument, auf dem die Darsteller „spielen“: Kontaktmikrophone nehmen die Klänge der Bühnenaktionen auf, die im Medium der Elektronik und zusammen mit den Klängen der Instrumente live verarbeitet und somit zum integralen Bestandteil der Musik werden.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, das Kinderhaus Haidhausen, das Alten- und Service Zentrum Haidhausen und das Polnische Generalkonsulat in München.

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